Bosshammersch Hof

Rosenkohl: vom Frost geküsst!

Vom Frost geküsst

Frost hatten wir bereits. Nun kam auch der erste Schnee und unsere Felder sind in ein herrliches, weiches Winterweiß getaucht. Wer nun glaubt, für uns sei damit die Erntezeit rum, der irrt. Manches wird sogar erst richtig gut, wenn es vom Frost geküsst wurde. So auch unser geliebter Rosenkohl.

Frost, Schnee und Temperaturen bis zu -13 °C hält er locker aus. Ähnlich wie Grünkohl entwickelt auch der Rosenkohl seinen aromatischen Geschmack nach erster Frosteinwirkung. Rosenkohl zählt zu den feinsten Wintergemüsen, die wir kennen, und deshalb wird er auch gerne zu einem festlichen Braten gereicht.

Wie sieht´s aus?

Rosenkohl tanzt ein wenig aus der Reihe seiner Artgenossen, nicht nur wegen seines charakteristischen Eigengeschmacks, sondern auch wegen seiner außergewöhnlichen "Größe”. Die hell- bis dunkelgrünen "Röschen" - das sind die Triebknospen am Stängel, die kleinen Kohlköpfen ähneln - werden nämlich nur etwa walnussgroß. Unsere Pflanzen werden bis zu 1,30 m groß und tragen bis zu 1,5 kg Rosenkohl-Röschen, die nicht geschnitten, sondern immer gebrochen werden.

Was ist drin?

Manchen ist gerade der Rosenkohl zu bitter. Nachweislich hat unsere Abneigung gegen Bitterstoffe einen evolutionären Sinn: Sie schützt vor dem Verzehr giftiger Pflanzen. Giftig ist der Rosenkohl aber natürlich nicht. Im Gegenteil: Er gilt als gesundheitsfördernd. Der kleine Kohl ist zwar etwas kalorienträchtiger als seine Vettern, dafür aber ein sehr wertvoller Vitamin- und Mineralstoffspender. So ist er besonders reich an Vitamin A, B1, B2 und C und enthält doppelt so viel Kalium und Eisen wie beispielsweise der Weißkohl.

Tipp:

Richtig "aufmotzen" können Sie den "Kleinen" übrigens, wenn Sie ihn zusammen mit karamellisierten Maronen servieren - ein besonderer Gaumenschmaus in der Winterzeit.

Wie verwende ich´s?

Rosenkohl können Sie sowohl kochen, als auch blanchieren, dämpfen, schmoren und backen. Hierzu sollten sie ihn vorher jedoch immer kurz putzen indem sie die äußeren Blätter entfernen. Zudem empfiehlt es sich den kleinen Strunk des Rosenkohls kreuzweise einzuschneiden, so wird er schneller gar. Sie können ihn vor dem Zubereiten auch in kaltem Salzwasser waschen.  Etwas Brühe oder Zucker im Kochwasser mildert den leicht bitteren Geschmack ein wenig.

Rezeptidee
Rosenkohl-Quiche

Rezeptzutaten für eine Quiche:
250 g Mehl, 100 g kalte Butter, 5 Eier, 500 g Rosenkohl, 300 g saure Sahne, Salz, Pfeffer, Muskat

Und so einfach geht´s:
Aus 250 g Mehl, einem Ei, 100 g kalter Butter und einer Prise Salz einen Teig kneten. Zu einer Kugel geformt und in Folie gewickelt ca.1/2 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Den Backofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Von dem Rosenkohl die äußeren Blättchen entfernen und den Kohl in reichlich Salzwasser ca. 3 Minuten blanchieren. Herausnehmen, kalt abschrecken, gut abtropfen lassen und vom Strunk aus halbieren.
4 Eier mit 300 g saurer Sahne gründlich verquirlen und kräftig mit Salz, Muskat und Pfeffer würzen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche den Teig ausrollen, in die gefettete Form (26 cm) geben und einen Rand von  3-4 cm hochziehen. Den Rosenkohl unter die Eiermasse rühren und alles auf dem Teigboden verteilen. Die Quiche im vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen, kurz auskühlen lassen und in Stücke geschnitten servieren.